Zu den zentralen Aufgaben von Niedersachsen Ports gehört das Hafeninfrastrukturmanagement. Das bedeutet, dass Niedersachsen Ports die vielfältigen Hafenanlagen der einzelnen Häfen baut, betreibt und verwaltet und auch die zugehörigen Verkehrsanlagen instand setzt.
In seinen insgesamt 13 Häfen verfügt Niedersachsen Ports neben umfangreichen Kaianlagen, Schleusen und Wasserwegen auch über eigene Straßen und Schienentrassen. Um diese Infrastruktur zu erhalten und auszubauen, unternimmt Niedersachsen Ports vielfältige Anstrengungen.
Außerdem ist Niedersachsen Ports neben dem Verkehrsmanagement in den Häfen auch für die Sicherheit (Port Security) und die Schifffahrtssicherheit zuständig. Der Zugang zu allen Häfen wird nach international vorgeschriebenen Standards ständig kontrolliert.
Der Hafen Wilhelmshaven Aufgrund der natürlichen Gegebenheiten verfügt die Jade über eine erhebliche Wassertiefe. Die Fahrrinne wird durch regelmäßige wasserbauliche Unterhaltungsmaßnahmen auf 18,5 Meter unter SKN* gehalten. Dies macht es möglich, dass sogar Schiffe mit über 20 Meter Tiefgang unter Ausnutzung des Tidehubs Wilhelmshaven anlaufen können. Schnelles Erreichen der Seewege zu allen Handels- und Umschlagsplätzen der Welt gewährleistet die sehr kurze Revierfahrt von nur 23 Seemeilen.
Seit jeher ist die Abfertigung großer Schiffe in Wilhelmshaven Routine. Kommende Generationen von Containerschiffen werden Wilhelmshaven vor keine Probleme stellen. Die Zufahrt zum Inneren Hafen durch die Seeschleuse ist für Schiffe mit bis zu 12 Meter Tiefgang rund um die Uhr möglich.
Beim Hafen Wilhelmshaven wird zwischen dem äußeren und dem inneren Hafen unterschieden.
Äußerer Hafen Als »Äußerer Hafen« werden die vier Umschlagsbrücken an der Jade mit den dazugehörigen Land- und Wasserflächen bezeichnet. Diese Brücken prägen das Hafenbild derJaderegion und sind zum Laden und Löschen flüssiger, fester und gasförmiger Massengüter und Chemikalien geeignet. Zwei der Brücken sind Tankerlöschpiers, ein Terminal ist für den Umschlag chemischer Produkte ausgerüstet. Die Niedersachsenbrücke ist als Mehrzweckanlage für trockene und flüssige Massengüter ausgelegt.
Innerer Hafen Der Innere Hafen ist über die Seeschleuse für Schiffe mit einem Tiefgang von bis zu 12 Meter rund um die Uhr zugänglich. Das zwischen der Doppelschleuse mit ihren beiden 390 x 60 Meter großen Kammern und der Mariensieler Schleuse gelegene, rund 7,5 Kilometer lange und cirka 370 Hektar große Hafengebiet ist in mehrere Bereiche untergliedert, die hauptsächlich hafenwirtschaftlich, aber auch touristisch genutzt werden. Die für den Güterumschlag genutzten Hafenteile sind an das Schienennetz angebunden.
Die kommerzielle Bedeutung des Inneren Hafens hat mit dem Neu- und Ausbau moderner Kaianlagen ständig zugenommen. Das Schwergewicht der Umschlagsaktivitäten entfällt auf die Bereiche Massenschüttgut (Baustoffe, Salz, Torf), Container Kühlgut und Projektladungen. Für den Umschlag rollender Ladung werden mehrere RoRo-Rampen vorgehalten. Die jährliche Gesamtumschlagsmenge beträgt cirka 1.5 Millionen Tonnen.
Zu Niedersachsen Ports gehören folgende Teile des Hafens Wilhelmshaven:
Umschlaganlage Voslapper Groden
Niedersachsenbrücke
Flut- und Pontonhafen
Alter Vorhafen
Nordhafen
Hooksiel / Außenhafen
Ausrüstungshafen Ost
*Seekartennull bezogen auf mittleres Springtideniedrigwasser